Aderlass als Naturheilverfahren

Der Aderlass als Therapieform ist vielen Völkern seit Jahrhunderten bekannt. Die heilende Wirkung dieses Verfahrens, bei dem eine bestimmte Menge Blut aus einer künstlichen Venenöffnung entnommen wird, war selbst der indischen Medizin vor Christus schon geläufig. Durch den künstlich herbeigeführten Blutverlust wird das Blut gereinigt und seine Fließeigenschaften werden wesentlich verbessert. Der Aderlass bewirkt zudem eine verbesserte Sauerstoffaufnahme des Blutes. Der Aderlass sorgt dafür, dass Stoffe, die der Körper zu viel besitzt, nach außen abgeleitet werden können, um den Organismus zu entlasten.

Wann ist es sinnvoll, einen Aderlass durchzuführen?

Bei Patienten, die sich oft lustlos oder schlapp fühlen, Menschen die sich ungesund ernähren und kaum Bewegung, dafür jedoch viel Stress haben, ist ein Aderlass anzuraten. Auch bei Menschen, die sich mit Kopfschmerzen plagen und die über schwere Beine klagen ist ein Aderlass sinnvoll, denn all dies sind Zeichen dafür, dass der Körper nicht über genügend Sauerstoff verfügt. Fehlender Sauerstoff jedoch lässt das Blut dicker werden, wodurch die Thrombosegefahr steigt.

Medizinische Indikationen für einen Aderlass können unter anderem Bluthochdruck, starkes Übergewicht oder eine Blutvergiftung, aber auch Schwangerschaftskrämpfe oder verengte Blutgefäße sein.

Wer sollte lieber keinen Aderlass vornehmen lassen?

Menschen mit Blutarmut oder Patienten, die zu wenige rote Blutkörperchen haben, sowie Patienten, die ohnehin geschwächt sind, sollten von einem Aderlass absehen. Ebenso gilt es bei Frauen, die durch die Monatsblutung viel Blut verlieren, vorsichtig zu sein. Wer untergewichtig ist und über einen niedrigen Blutdruck verfügt, der sollte ebenso keinen Aderlass vornehmen lassen.

Aderlass stärkt die Immunabwehr

Nach einem Aderlass werden alle blutbildenden Organe bei Erwachsenen dazu angeregt, neues Blut zu bilden. Hierdurch wird die körpereigene Immunabwehr gestärkt und neue Abwehrkräfte entstehen.